Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 




http://myblog.de/feelog

Gratis bloggen bei
myblog.de





Never seek to tell thy love
Love that never told could be;
For the gentle wind does move
Silently, invisibly.

I told my love, I told my love,
I told her all my heart,
Trembling, cold, in ghastly fears –
Ah, she doth depart.

Soon as she was gone from me
A traveller came by
Silently, invisibly –
O, was no deny.

William Blake
Kleiner Engel am 6.1.07 14:27


Der Weg

Ich setze meinen rechten Fuss vor den linken und stehe auf einem Weg. Es ist ein schmaler Weg, eine kaum sichtbare Spur. Er wurde noch nie begangen, denn es ist mein Weg. Zu meiner rechten Hand schmiegt er sich an eine hoch aufragende Felswand. Scharfkantig und beinahe kahl. Lediglich einzelne Grasbüschel klammern sich mit aller Kraft an die Felswand, um nicht vom beissenden Wind mitgerissen zu werden. Ihre Farbe hat sich weitgehend derjenigen der Felswand angepasst, ein warmes rostiges Rotbraun. Zu meiner linken Hand fällt die Felswand jäh ab in unergründliche Tiefen. Doch die Tiefe wirkt nicht tief vor der Unendlichkeit des Meeres, dessen Brandung mit ungezügelter Kraft an den Fuss der Felswand schlägt. Ich bin jedoch so hoch, dass das gewaltige Rauschen der Brandung nur sehr schwach und gedämpft an mein Ohr dringt. Ich drehe vorsichtig meinen Kopf in Richtung Abgrund und schaue auf das Meer hinaus. Im schwachen doch langsam intensiver werdenden Licht der Morgendämmerung wirkt es schwarz und unheimlich endlos. Mein Verstand scheitert an der Aufgabe, den Horizont zu erfassen, die Grösse und Tiefe, die immense Ganzheit und Totalität des Ozeans in sich aufzunehmen. Tief, sehr tief unter mir erkenne ich einen weissen Saum, wo sich die Wellen am Felsen brechen. Er wirkt so schmal im Angesicht der unendlichen Platte des Meeres, dass der schiere Gegensatz droht, mich zu überwältigen. Mein Verstand kapituliert endgültig, in meinem Herzen erwacht eine riesige, mich von innen her zerbrechende Kraft. Stark wie das Meer, unendlich und gross…unheimlich tief. Mein winziger Körper, so unscheinbar klein im ewigen Gefüge der Natur, schüttelt sich, zittert. Ich schreie unwillkürlich auf und eine kleine salzige Träne löst sich aus meinem tiefen Innersten, löst sich vom Grund, der in mir wallenden, mich zerstörenden, brechenden Kraft, findet einen brennend ätzenden Weg, einen Weg hinaus. Ein Schleier zieht vor mein Auge, gnädiger schützender Schleier. Verzerrt die Wirklichkeit, gibt mir Schutz. Doch nur kurz. Verschwindet wieder, brennende Spur auf meiner Wange hinterlassend. Der Wind reisst den kleinen Tropfen Ozean aus meinem Auge mit sich, meine Seele, arme kleine Seele. Ich schaue ihr hinterher, ich sehe nichts. Ist weg und überall. Verschmilzt mit dem Ozean, wo sie hingehört. Ich schmecke es auf meiner Zunge, salzig, rieche es, frisch, kalt, sehr kalt und würzig. Sehe wieder klar den Weg vor mir. Der noch unbegangene Weg, mein Weg. Ich setze jetzt meinen linken Fuss vor den rechten und beginne meinen Weg zu gehen. Ein kleines Steinchen löst sich unter meiner Fusssohle und fällt. Fliegt. Schritt um Schritt, langsam aber immer weiter. Das Licht wird intensiver. Die Kraft in mir verändert sich mit dem Licht. Wird anders. Leichter und stärker, edler. Ich stöhne. Mein Verstand ist längst zerstört und meine innersten Schichten tragen mein Wesen nach aussen. Ich halte kurz inne, reisse mir die Kleider vom Leib, fühle mich völlig frei und ungeschützt, sensibel als wäre mein ganzer Körper ein bloss liegender Nerv. Der Wind zerrt an mir, lässt mich brennen, genauso wie der felsige Untergrund unter meinen Sohlen, genauso wie das Licht, das brennende Salz der Luft. Ich brenne und schreie, schreie mein Innerstes nach Aussen, mein Körper scheint sich umzustülpen, das Innerste nach Aussen zu kehren. Ich gehe weiter, meinen Weg, weiter und weiter. Der Himmel vor mir färbt sich Rot wie Blut, Orange, Gelb, immer heller und heller. Der Ozean verliert seine unheimliche Dunkelheit. Wird heller, intensiver, azurblau. Die Atmosphäre um mich intensiviert sich, vibriert vor Energie. Erste Strahlen der Sonne schiessen durch die Sphäre. Treffen mein wundes, empfindlichstes Inneres. Ich schreie erneut, vor Schmerz. Die einst in meinem Innersten gelegene Kraft ist jetzt aussen, wetteifert mit der Energie der ersten Sonnenstrahlen, nimmt ihre Kraft auf und wird noch stärker. Ich kann nicht mehr gehen, torkle nur noch, werde in die Knie gezwungen, schreiend. Falle auf alle Viere. Ziehe mich weiter, denn es ist mein Weg. Mein Weg. Mein Weg…
Vor mir öffnet jetzt der Himmel seine Pforten. Öffnet sich, ein Tor, grösser und grösser… Tor in die Ewigkeit, blenden hell und strahlend. Das Universum ergiesst sich in die Welt. Das Meer explodiert vor Energie. Weisse Tropfen Unendlichkeit…Luft wird heisser und heisser. Meine Kraft spürt das Universum und dessen Energie. Sehnt sich…Heiss. Sich verbinden und schmelzen. Mein Körper schmilzt, der Fels wird heiss. Weisse Luft, heiss. Licht. Vor mir. Weisses Licht. Ewigkeit. Winde mich vor Qual. Erblinde und sehe doch. Mein Atem setzt aus. Mein Herz implodiert mein Innerstes fällt zurück in mein Inneres, dehnt sich wieder aus und explodiert, implodiert, pulsiert. Schneller und schneller, heftiger. Vor mir ist mein Weg zu Ende. Nur strahlendes Weiss, Energie in ihrer reinsten Form. Und ich falle, nein, fliege! Ich ströme…fliesse….schmelze…verdampfe. Ins Licht, in die Unendlichkeit, Universum. Die Pforte hat sich geöffnet. Für mich. Denn es war mein Weg. Mein Weg!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Kleiner Engel am 20.12.06 11:11


Freundschaft

Photobucket - Video and Image Hosting

Das Leben führt den ernsten Mann auf bunt verschlungenem Pfade.
Oft wird gehemmt des Laufes Kraft, dann wieder gehts gerade.
Hier mag sich ein beredter Sinn in Worten frei ergiessen,
Dort muss des Wissen schwere Last in Schweigen sich verschliessen.
Doch wo zwei Menschen einig sind in ihrem inneren Herzen,
Da brechen sie die Stärke selbst von Eisen oder Erzen.
Und wo zwei Menschen sich im inneren Herzen ganz verstehn,
Sind ihre Worte süss und stark wie Duft von Orchideen.

Kungtse
Kleiner Engel am 6.9.06 19:49


Einsamkeit

Photobucket - Video and Image Hosting


Einsamkeit ist eine Feindin, mit der man ringen muß - Tag und Nacht - bis die Überwundene uns ihre köstlichsten Gaben reicht: Freiheit des Herzens, Freiheit des Gedankens, Freiheit des Willens. Der einsamste Mensch vermag Kräfte der Seele zu gewinnen, die der in tausend irdische Liebesbande Verstrickte nie erfassen kann.


Fritz Reuter, (1810 - 1874), deutscher Dichter, bedeutendster norddeutscher Erzähler
Kleiner Engel am 30.8.06 16:53


Meer sein

Photobucket - Video and Image Hosting


Ich bin an einem anderen Ort. An einem Ort, wo mich das Herz hinzieht. Dieser Ort jedoch ist erst der Anfang der Sehnsucht. Der Anfang einer Reise, die man nicht beenden kann. Er ist dort, wo die Unendlichkeit beginnt.
Ich stehe da. Ich spüre den feuchten Sand unter meinen Füssen und wie er unter meinem Gewicht leicht nach gibt. Es fühlt sich gut an, den Boden zu spüren. Mit der Erde verbunden zu sein. Alleine dieses Gefühl lässt mich schwindeln. Die Luft an diesem Ort ist klar und frisch. Sie schmeckt sehr aromatisch, da sie vom salzigen Geruch des Meeres angereichert ist. Und irgendwie riecht sie ein kleines bisschen nach frischem Fisch. Sie ist frisch und es geht eine Brise. Doch ich friere nicht. Nein, ich fühle mich erfrischt. Die Strahlen der untergehenden Sonne schicken mir ihre Wärme. Sie trocknen die kleinen, salzigen Wassertröpfchen auf meiner Haut, welche die Wellen immer wieder zu mir rüber spritzen. Zudem schenken sie mir Energie, die meinen Körper tief durchdringt und mein Herz erwärmt. Ich spüre die Energie nicht nur, ich höre sie auch. Es ist das gewaltige Rauschen der Brandung. Wellen die sich im wiederkehrenden Rythmus an den Felsen brechen. Sich in stiebendes Wasser verwandeln, das das Licht der Sonnenstrahlen bricht. Es ist der Rythmus der Zeit, die an diesem Ort unendlich ist. Ich spüre, dass mein Herz an diesem Ort den gleichen Rythmus schlägt. Und das Rauschen des Blutes in meinen Adern gleicht dem Rauschen der Brandung.
Ich öffne meine Lippen, lecke ein salziges Wassertröpfchen von ihnen und lasse die frische, aromatische Luft in mich strömen. Ganz tief in mich. Und ich werde ganz leicht. Mein Auge schafft es kaum, all die Eindrücke aufzunehmen. Ist überfordert an der unendlichen Ewigkeit des Meeres. Entzückt von der Schönheit der Sonnenstrahlen, deren Licht sich im Wasser bricht. Ehrfürchtig vor den wunderbaren Wolkenformation am Himmel, in dem sich die Farben des Meeres spiegelt.
Und so spüre ich den Sand unter meinen Füssen und bin eins mit der Erde.
Ich spüre die Luft des Meeres auf meiner Haut. Ich lasse sie in mich dringen, nehme sie tief in mich auf und werde wiederum eins.
Ich spüre die wärmenden Sonnenstrahlen. Ihre Energie durchfliesst mich und wird zu meiner. Ich werde eins.
Ich spüre das rythmische Rauschen der Brandung in meinen Adern und ich fühle: Ich bin eins.
Ich spüre die vom Meer kommende Brise. Um mich und in mir. Sie durchdringt mich und lässt mich das Gewicht meines Körpers vergessen. Durch meine Füsse scheint es in die Erde zu gleiten. Ich schwebe, denn ich bin eins mit dem Wind.
Und so fasst mein Auge den letzten Strahl der untergehenden Sonne in den Blick. Er ist der Leitstrahl durch die Unendlichkeit und ich folge ihm. Denn: Meine Reise beginnt!
Kleiner Engel am 27.8.06 20:38




Draussen tobt ein Gewitter... Ich höre die Regentropfen die gegen das Fenster prasseln... Es blitzt und donnert...
Gewitter sind schön, doch sie machen mir Angst...
Ich möchte spazieren gehen, mir reinigen lassen von dem Wasser... Aber ich habe Angst. Angst dass mich ein Blitz trifft...
Es wäre fast Gnade, nach diesem Weekend...
Doch das Leben geht weiter, auch wenn manchmal alles schief geht. Es gibt no andere Sachen als die Liebe...
Doch habe ich das Gefühl, dass ich wieder lernen muss, wie man lebt...
Ich bin jung, und habe doch noch so viel Zeit vor mir. Doch was soll ich damit anfangen...?
Ich fühle mich so klein, so allein und machtlos auf dieser Welt... Es ist alles viel zu gross und zu gewaltig... Ich will nicht das es mich verdrückt...

Wie geht es jetzt weiter?
Prinzessin am 18.6.06 17:24


Road to Nowhere

Photobucket - Video and Image Hosting


Mein Leben besteht aus Strassen, Wegen, Pfaden. Manche begannen bei meiner Geburt, schlängeln sich durch mein Leben und dauern fort bis zu meinem Tod. Andere werden immer enger und schmaler und verlaufen sich schliesslich. Andere laufen parallel und überschneiden sich manchmal.
Es gibt einige wenige Hauptstrassen, welche die Stützpfeiler und Richtlinien meines Lebens sind. Einige davon waren schon immer da, einige waren zuerst Pfade und haben sich zur Hauptstrasse weiterentwickelt. Es sind Strassen, denen ich bis ans Ende meines Lebens folgen will. Eine dieser Strassen, vielleicht die bedeutendste, ist die Liebe. Ich bin mir nicht sicher, ob sie schon immer da war oder sich erst in den letzten Jahren entwickelt hat. Auf jeden Fall ist sie meine Hauptstrasse. Meine Richtschnur. Ein roter Faden, der sich durch mein Leben schlängelt.
Ein roter Faden...ja...meine Orientierung, mein Sinn...
Doch was, wenn der Faden von einer übermächtigen Schere durchgeschnitten wird? Was, wenn meine Hauptstrasse durch eine heimtückische Naturkatastrophe weggespült wird? Die Strasse vor mir in Trümmern liegt? Die Zukunft abgeschnitten? Der Sinn in Frage gestellt? Was soll ich tun? Werde ich jemals in der Lage sein, eine Brücke zu bauen? Meiner Strasse weiter zu folgen? Werde ich hier stehen bleiben? Vielleicht werde ich gezwungen sein, diese Strasse zu verlassen und auf einer anderen weiterzuwandern. Doch gibt es eine Strasse, die in der Lage ist, DIESE Strasse zu ersetzen? Karriere...? Geld..? Rundherum sehe ich nur schäbige, 3. klassige Strassen im Vergleich zu dieser. Doch was dann? Soll ich auf ein Wunder hoffen? Ich weiss nicht weiter...vor mir liegt alles in Trümmern. Neben mir sehe ich keine vollwertigen Alternativen.

Ist das das Ende?
Kleiner Engel am 5.6.06 22:19


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung